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Eine gute Gesangstechnik ist nicht der entscheidende Punkt für eine erfolgreiche Karriere!

Aktualisiert: 8. Apr.

POV: Wenn du diese Dinge entschlüsselst, wirst du merken, wie eine Ruhe in deinem Körper einzieht. Wirst du merken wie, auch Ruhe in deinem Instrument einkehrt und wie deine Sounds auf dieser intuitiven, direkten Ebene anfangen zu funktionieren und du nicht mehr über Technik, nicht mehr über: "Ah ja, ich muss jetzt diese Einstellung wählen", nachdenken musst.


Wenn du als SängerIn wirklich frei sein möchtest, in deiner Interpretation, wirklich frei sein willst, in deiner Karriere das zu tun, was dir entspricht, was deinen Vorstellungen von Rollen entspricht, dann kommen wir um diesen Punkt nicht herum.



Ich bin der Meinung, dass gute Gesangstechnik nicht entscheidend

ist dafür, ob du Karriere machst.

 

Hi, ich bin Kati,

Expertin für Musicalgesang und Vocal Styling, sowie Identity & Transition Coach.


Es klingt vielleicht sehr ungewöhnlich, weil genau das der Bereich, ist in dem ich arbeite, aber meine Erfahrung ist, dass das, was entscheidend ist, nicht deine Technik ist, Sondern ob du dich emotional ausdrücken kannst, mit den Mitteln, die du hast. Also ob du das Gefühl hast, dass, was du machst, ist authentisch und das passt zu dir und du kannst das erreichen, was du dir wünschst, von deiner Stimme und deiner Karriere.



Eine gute Technik hilft, ist aber nur EIN Element!

Und ja es ist oft so, dass eine gute Technik dabei hilft. Aber es gibt auch sehr viele Menschen, die eigentlich - mal objektiv betrachtet - keine besonders gute Technik haben, die aber trotzdem einen Sound haben, der zur Industrie passt. Die einfach eine Identität und eine Ausstrahlung haben und damit ein Selbstbewusstsein, mit dem sie erfolgreich sind.

Die etwas ausstrahlen, was so etwas sagt wie:

"Ich gehör' hier hin." - "Ich mach das."



Eine nicht ökonomische Technik KANN zu stimmlichen Problemen führen.

Und ja, keine gute Technik kann irgendwann dazu führen, dass du stimmliche Probleme bekommst und so. Wer weiß, vielleicht suchen die sich dann auch irgendwann einen Coach, aber rein theoretisch sage ich dir, brauchst du mich nicht als Stimmbildnerin, um erfolgreich zu sein.


Deine Identität und deine Beziehung zu dir selber ist viel wichtiger!



Wenn wir allerdings da einfach noch innere Blockaden haben,

wenn da Sehnsüchte sind, an die wir nicht drankommen -

dann ist ein Coach und eine fundierte Stimmausbildung

der schnellste und effektivste Weg für deinen Erfolg.



 

Mein Langer Weg durch den

Indentitäts- und Technikparkour.


Ich selber hab einen sehr sehr langen Weg hinter mir. Ich wollte immer Sängerin werden, seit ich ganz kleines Kind war. Und dann habe ich ab 14 in Bands gesungen und gemerkt - irgendwie, zieht das immer in meinem Hals beim Singen und die Klänge sind entweder scharf oder hohl (ich konnte nicht so gut mischen).

Meine Gesangslehrerin hat mir immer gesagt: "Sing doch mal leiser."

Mir wurde auch von vielen Ecken gesagt: Ich bin halt einfach nicht so die Sängerin - ich hab nicht so ne große Stimme - ich sing halt nicht so gut - ich bin ein Sopran mit keiner Höhe.

Dann habe ich klassische Sängerinnen gefunden, die mir als Mentorinnen geholfen haben und meine Stimme wurde besser. Dann habe ich 2008 die Musical Ausbildung angefangen und da ging es gerade so weiter mit den Dingen, die ich nicht kann. Mir wurde weiterhin gesagt, ich bin ein Sopran ohne Höhe, der nicht richtig belten kann und der "halt legit singen muss".


Erst lange nach der Musicalausbildung habe ich meinen Klang gefunden!

Lange hatte ich Lehrer, die mir nicht wirklich helfen konnten, bis ich endlich mit Anfang 20, ich war 24 oder 25 Jahre alt, das heißt schon 3 Jahre aus der Musical Schule draußen, einen klassischen Lehrer gefunden habe, dem ich meine Stimme ein Stück weit heute verdanke. Er hat erkannt, dass ich technisch und funktional im falschen Stimmfach sitze und unterrichtet wurde und hat dann meine Stimme aufgeräumt. Auf einmal stellte sich heraus, ich bin ein Mezzosopran mit guter Höhe!


UND JETZT?

Ja, ich kann jetzt singen und ich weiß jetzt mehr, wer ich bin, aber das ist ja immer noch nicht Musical. Jetzt sing ich Oper und es entspricht gar nicht dem, was ich primär ausdrücken möchte.

Dann musste ich wieder auf die Suche gehen. Habe wieder eine Lehrerin gefunden, die mich da abgeholt hat und mir da die richtige Technik gezeigt hat.

Und dann war meine Stimme ausgebildet. Ich konnte Musicals singen, ich konnte Mix belt, ich konnte all die Farben, die ich mir immer gewünscht habe zu können.


Und trotzdem hate nicht Klick gemacht.


Ich dachte: Hier das kann nicht wahr sein! Jetzt hab ich all das gelernt, von dem ich dachte, dass ich es lernen muss, um endlich erfolgreich zu sein und um endlich hinter meiner Stimme zu stehen.


Stellte sich heraus, es war nicht das. Das war nicht der Punkt. Ich bin so dankbar dafür, dass ich mich jetzt emotional so ausdrücken kann, wie ich das möchte. Aber der Punkt war, dass ich eigentlich nicht wusste wer ich bin, wenn ich nicht singe.


Der Punkt war, dass meine Identität und mein Selbstwert damit auch ein Stück weit davon abhing, wie gut ich als Sängerin bin.


Und das ist ein irrsinniger Druck. Und sich dann Kritik auszusetzen, sich dann der Welt zu zeigen,

sich dann zu öffnen, was wir ja tun, wenn wir musikalisch singen. Wor allem, wenn wir innerlich irgendwie einen authentischen Ausdruck suchen. Was wir nicht müssen! No Judgement! Wir können alle selber entscheiden, auf welche Art wir musizieren wollen.

Aber, wenn wir wirklich diesen tiefen, emotionalen Austausch wollen - und das ist das was ich möchte, wenn ich singe -, dann gehe ich ganz in Kontakt mit mir selber und lade mein Publikum ein, quasi in meine Welt einzutauchen und ein Stück weit quasi in meinen Schuhen mitzugehen und zu laufen. Und das zu erleben, was ich erlebe oder einen Spiegel davon.


 

Wenn wir da arbeiten, müssen wir gefestigt sein

in unserer Identität.


Wir müssen wissen, wer wir sind als SängerIn und wer wir sind, wenn wir nicht singen. Also wir müssen einfach wissen, wer wir sind - ein Stück weit.

Das heißt nicht, dass das dich nicht ändern kann. Aber deine inneren Grundwerte und für was du stehst, sind schon Dinge, die sich jetzt nicht ohne weiteres von heute auf morgen ändern werden. Und die kannst du herausfinden. Und wenn du diese Dinge entschlüsselst, wirst du merken, wie eine Ruhe in deinem Körper einzieht. Wirst du merken wie, auch Ruhe in deinem Instrument einkehrt und wie deine Sounds auf dieser intuitiven, direkten Ebene anfangen zu funktionieren.

Und nicht mehr über Technik, nicht mehr über:

Ah ja, ich muss jetzt diese Einstellung wählen und hier brauch ich ein bisschen mehr Twang und ah ja, Kiefer auf und jetzt an den Vokal denken.

Das sind ganz tolle Mittel, um überhaupt eine Routine zu bekommen, solche Sounds zu integrieren auf der körperlichen Ebene. Aber, wenn du als SängerIn wirklich frei sein möchtest, in deiner Interpretation, wirklich frei sein willst, in deiner Karriere das zu tun, was dir entspricht, was deinen Vorstellungen von Rollen entspricht, dann kommen wir um diesen anderen Punkt nicht herum.


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